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** last update (2005 Aug 7)

    Quotes from Wilhelm Reich's writings    

"L'amour, le travail et la connaissance sont les sources de notre vie...ils devraient aussi la gouverner"

"L'amour, il lavoro e la conoscenza sono le fonti della nostra vita. Dovrebbero anche governarla."

"Liebe, Arbeit und Wissen sind die Quellen unseres Lebens. Sie sollen es auch regieren."

"Love, work and knowledge are the well-springs of our life. They should also govern it."
(Wilhelm Reich 1897—1957) 

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Only the liberation of the natural capacity for love in human beings can master their sadistic destructiveness.
Wilhelm Reich, on Sigmund Freud's hope

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The emotional plague is not an expression of conscious ill will or designed brutality. The structural character of the plague made its effects the more dangerous. Emotional plague is a character trait like cleanliness or deligence or truthfulness. It is biopathic behavior lived out on the social scene in interhuman relationships.

The energy source of the emotional plague reactions is basically sexual
frustration combined with a keen aggressiveness.
Wilhelm Reich

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Rooting in work is crucial to any accomplishment. Rooting in mere enthusiasm will in the long run force illusory measures to keep the fires of empty enthusiasm going. And this makes politics and politicians.
Wilhelm Reich -- April 19, 1951

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Unless we proceed cautiously, there might well arise a few generations of mystics who conceive of the orgone metaphysically, divorced from non-living nature and who do not comprehend it from the standpoint of natural science. And it seems to me that we have more than enough mysticism as it is."
Wilhelm Reich -- end of Orgonotic Pulsation

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Some Dangerous Thoughts Concerning "Freedom" and "Responsibility"

" The cry for freedom is a sign of suppression. It will never cease as long as man feels himself to be trapped.No matter how different the cries for freedom may be, at bottom they always express one and the same thing: the intolerableness of the organism's rigidity and the mechanical institutions of life, which are sharply at variance with the natural sensations of life. If there should ever be a society in which all the cries for freedom fade away, then man will have finally overcome his biological and social deformity and have achieved genuine freedom. Not until man acknowledges that he is fundamentally an animal, will he be able to create a genuine culture.

Man's 'upward strivings' are nothing but the biologic development of vital powers. Such strivings are conceivable only within the framework of the laws of biologic development and not in opposition to them.The will to freedom and the capacity for freedom are nothing the will and the capacity to recognize and promote the unfolding of man's biologic energy (with the aid of the machine). It is out of the question to talk about freedom if man's biologic development is choked and feared.

Under the influence of politicians, masses of people tend to ascribe the responsibility for wars to those who wield power at any given time. In World War I it was the munitions industrialists; in World War II it was the psychopathic generals who were said to be guilty.This is passing the buck. The responsibility for war falls solely upon the shoulders of these same masses of people, for they have all the necessary means to avert war in their own hands. In part by their apathy, in part by their passivity, and in part actively, these masses of people make possible the catastrophes under which they themselves suffer more than anybody else. To stress this guilt on the part of masses of people, to hold them solely responsible, means to take them seriously. On the other hand, to commiserate masses of people as victims, means to treat them as small, helpless children. The former is the attitude held by genuine freedom-fighters; the latter the attitude held by the power-thirsty politicians."

--Wilhelm Reich, The Mass Psychology of Fascism.

Wilhelm Reich was a psychologist and author who came to the United States in order to escape Fascism and the ravages of the Second World War. The American authorities showed their subsequent appreciation for his work by burning many of Dr Reich's books in 1950s. (Not unlike how the Nazis did twenty years before.)


Wir wissen genau, daß der heutige durchschnittliche Mensch nichts so sehr fürchtet wie die Erkenntnis seines biologischen Wesens. Wir wissen gleichzeitig, daß er nichts so sehr herbeisehnt wie die Erfüllung seines biologischen Wesens. Beide, Angst vor Erkenntnis und Sehnsucht nach Erfüllung, begegnen uns gleichzeitig. Wir müssen daher stets das Rationale im Irrationalen aufsuchen, begreifen und ohne Haß oder Entrüstung vorlegen. Mit der Zeit wird das Rationale siegen. Doch ich habe leider keinen Rat zu geben, wie man sich vor lebensgefährlichem Irrationalismus schützt. Weder Gerichtsprozesse noch Widerschimpfen können hier abhelfen.

Wilhelm Reich


Wir wissen genau, daß der heutige durchschnittliche Mensch nichts so sehr fürchtet wie die Erkenntnis seines biologischen Wesens. Wir wissen gleichzeitig, daß er nichts so sehr herbeisehnt wie die Erfüllung seines biologischen Wesens. Beide, Angst vor Erkenntnis und Sehnsucht nach Erfüllung, begegnen uns gleichzeitig. Wir müssen daher stets das Rationale im Irrationalen aufsuchen, begreifen und ohne Haß oder Entrüstung vorlegen. Mit der Zeit wird das Rationale siegen. Doch ich habe leider keinen Rat zu geben, wie man sich vor lebensgefährlichem Irrationalismus schützt. Weder Gerichtsprozesse noch Widerschimpfen können hier abhelfen.

Wilhelm Reich


Gehirn

Ob das Gehirn etwas mit vernünftigem Denken zu tun hat, wissen wir nicht. Das zweckgerichtete Verhalten von Tieren ohne ein entwickeltes Gehirn weist daraufhin, daß das Leben kein voll entwickeltes Gehirn benötigt, um richtig zu funktionieren. Wilhelm Reich


Krankheiten

Der Luftkeimtheorie zufolge schwirrt der Cholera- und Pestbazillus in der Luft und tritt unter normalen Verhältnissen hygienischer Art nicht in Erscheinung. Er führt, von der Luft herkommend, zu Epidemien, denen Hundertausende Menschenleben zum Opfer fallen, gerade in sehr dicht bevölkerten, hygienisch schlecht betreuten Gegenden oder in Kriegszeiten. Sollte bei diesen Epidemien wirklich der biologische Zustand der Menschen, ...denn gar keine Rolle spielen? ... Ohne die aufgeworfenen Fragen auch schon beantworten zu wollen, muß doch hervorgehoben werden, daß der biopathische Zustand der Opfer der Pest und Cholera weit größere Aufmerksamkeit verdient als das Bakterium, über dessen Herkunft man sich im übrigen heute völlig im unklaren ist. Wilhelm Reich

Das Wort Krebs->>Disposition<< ist irreführend und nichtssagend. Wir wollen es daher durch den Ausdruck Karzinom-Biopathie ersetzen. Es ist Aufgabe dieser Abhandlungsreihe, den Prozeß nachzuweisen, der die Karzinom-Biopathie begründet. Unter Biopathien wollen wir alle Krankheitsprozesse zusammenfassen, die sich am autonomen Lebensapparat abspielen. Es gibt eine typische Grunderkrankung des autonomen Lebensapparates, die - einmal in Gang gesetzt - sich in verschiedenen symptomatischen Krankheitsbildern zu äußern vermag. Die Biopathie kann in einem Karzinom resultieren (>>Karzinom Biopathie<<), aber ebenso in einer Angina Pectoris, einem Asthma, einer kardiovaskulären Hypertonie, einer Epilepsie, Katatonie, paranoiden Schizophrenie, Angstneurose, in multipler Sklerose, Chorea, chronischem Alkoholismus etc. Wir wissen noch gar nichts darüber, welche Umstände die Entwicklung einer Biopathie in der einen oder anderen Richtung bestimmen. Wichtig ist uns zunächst das Gemeinsame aller dieser Erkrankungen: Es ist eine Störung der natürlichen Pulsationsfunktion des lebenden Gesamtorganismus. Eine Fraktur, ein lokaler Abszeß, eine Pneumonie, gelbes Fieber, rheumatische Perikarditis, akute Alkoholvergiftung, infektiöse Peritonitis, Syphilis etc. sind demnach keine Biopathien. Sie beruhen nicht auf Störungen der autonomen Pulsation des gesamten Lebensapparates, sind begrenzt und können eine Störung der biologischen Pulsation sekundär herbeiführen. Wilhelm Reich in "Der Krebs" [ Nach eigenen Angaben hat Wilhelm Reich mit seinem Orgon-Akkumulator zahlreiche Patienten von Krebs heilen können. Diese Heilerfolge und seine Forschungen zur Wettermanipulation führten in den USA 1956 zu Bücherverbrennungen und dem Verbot seiner Bücher sowie dem Handelsverbot der Orgon-Akkumulatoren. In der CSSR, wo Franz Bardon in den 50er Jahren Krebs bis zum zweiten Stadium bei etlichen Patienten heilte, kam es zur Verhaftung von Franz Bardon und zum Tod dieses großen Menschenfreundes während der Haft. Daher sei in diesem Zusammenhang noch einmal darauf verwiesen, daß die Siegermächte des zweiten Weltkrieges eine einvernehmliche "Gütertrennung" vornahmen. Der Vorwand des kalten Krieges als Beweis für den "Haß" der beiden Ideologien sollte doch relativiert werden, wenn man bedenkt, daß die Sowjetunion seit ihrem Bestehen am Tropf der USA hing und zwar wirtschaftlich finanziell als auch durch Lebensmittellieferungen. Die politische Stabilität der SU hätte jederzeit durch Nahrungsmittelembargos unterwandert werden können. Die zentrale Frage der Funktion des kalten Krieges läßt sich auch mit dem Hinweis der Staatsverschuldung und Technologieentwicklung beantworten. Das Argument der wahnwitzigen Forcierung der Atomwaffen ist ebenfalls nicht zutreffend, da nur sehr wenige Atomsprengköpfe in ca. 400 km Höhe gezündet ausreichen, um eine gesamte Volkswirtschaft lahmzulegen; die Auswirkungen des EMP auf Schaltkreise und Leitungen sind verheerend, praktisch kein Auto und kein Computer würden mehr funktionieren, die Kommunikation wäre "tot" d. V. ]



Krebs

Wie Krebs entsteht, ist kein Geheimnis mehr. (Robert A.Weinberg, MIT)

Die Krebsgeschwulst ist nur ein Symptom der Krebserkrankung. Daher trifft die lokale Behandlung der Krebsgeschwulst, sei es nun durch Operation, sei es durch Radium- oder Röntgenbestrahlung, nicht die Krebserkrankung als solche, sondern nur eines ihrer sichtbaren Symptome. Auch der Krebstod ist nicht dem Vorhandensein eines oder mehrerer Geschwülste zuzuschreiben. Der Krebstod ist vielmehr der letzte sichtbare Ausdruck der biologischen Allgemeinerkrankung „Krebs”, die auf Zerfall des Gesamtorganismus beruht. Wilhelm Reich

Ich entschloß mich, die Kranke gleichzeitig mit dem physikalischen Orgon und der Technik der psychiatrischen Orgontherapie zu behandeln. Sehr bald stellte sich ein lebhaftes Fragen ein: >>Tut es beim Geschlechtsakt weh?<< >>Wann werden Sie mich vergewaltigen?<< (Diese Kranke hatte wie so viele an chronischem Sexualhunger Leidende unter schweren Vergewaltigungsphantasien zu leiden. Sie glaubte fest, daß eine Frau nicht allein in einem Raum mit einem Manne verweilen könne, ohne vergewaltigt zu werden.) >>Bewegt der Mann sein Glied in der Scheide? Das tut doch weh!<< >>Was tut man, wenn man zuviel Kinder bekommt?<< (Sie wußte nichts von Empfängnisverhütung.) >>Muß eine Frau dem Mann nachgeben, wenn er von ihr Befriedigung fordert? Ich habe Angst davor.<< Die Kranke wußte keinen Bescheid über die primitivsten Fragen des Geschlechtslebens. Als Kind hatte sie ihre Mutter mit Fragen darüber bedrängt, aber sie war zurückgewiesen worden. Von da ab fragte sie niemand mehr und glaubte nun, daß man >>solche Dinge<< nicht wissen dürfte. Sie hatte eine starke Bindung an den Vater entwickelt. Er war autoritärer Erzieher und strenger Moralist gewesen, der die ersten Pubertätsregungen des Mädchens sofort unterdrückt hatte. Bald darauf entwickelte sie perverse Phantasien, unter denen sie litt. Die brutale Vergewaltigung stand stets im Vordergrund. Daraus entwickelte sich panische Angst, sobald ihr ein Junge nahekam. Mit der Angst gingen schon in der Pubertät Spasmen des Genitals einher. Diese Spasmen blieben als chronische Beschwerden bestehen. Sie schloß sich immer mehr von Kontakt mit Männern ab und vereinsamte. Sie hatte die üblichen Irrlehren aufgenommen und charakterlich verankert: Das Sexuelle ist böse, teuflisch, eine schreckliche Sünde wider Gottes Gebot. Man hat Geschlechtsverkehr nur in der Ehe, und auch da nur, um Kinder zu zeugen. (Dem widersprach natürlich alles, was sie um sich herum erlebte.) Der Mann ist ein böses Geschlechtstier, das Mädchen vergewaltigt, um seine >>Lust zu stillen<<. Frauen haben keine Sexualität, sondern gebären nur Kinder. Sie haben Geschlechtsverkehr mit dem Mann nur, weil er >>das braucht<<. Wenn man sich selbst befriedigt, verkrüppelt man, wird Idiot, verliert Lebenssaft aus dem Rückenmark etc. (Demzufolge hatte sie sich nie richtig selbst befriedigt, aber seit der Kindheit nachts ihre Hände krampfhaft unbewegt am Genitale gehabt). Menschen unterscheiden sich vom Tier dadurch, daß sie nicht sexuell sind. Das Tierische ist niedrig und hat bekämpft zu werden. Alles Sexuelle ist tierisch. Man hat die >>idealen Werte<< zu pflegen, und man darf keine >>bösen Gedanken<< haben. Sie hatte natürlich >>böse Gedanken<<, fühlte sich infolgedessen schuldig, krampfte noch mehr ein und bekam nur noch bösere Gedanken. Schon als Kind entwickelte sie brutale und sadistische Phantasien, die sie unter Ängsten scharf abwehrte. Sie hatte Impulse den Männern um sie herum die Genitalien abzureißen oder abzubeißen. Wenn sie mit einem Jungen (in der Pubertät) tanzen sollte, brach der Impuls, ihn zu erwürgen, durch. Dies ging mit schwerer sexueller Erregung einher. Sie kroch noch mehr in sich zurück. Ihr Vater warnte sie vor den Geschlechtskrankheiten. Er gab ihr den Eindruck, daß man durch Geschlechtsverkehr unter allen Umständen geschlechtskrank würde. Aber er sagte ihr nicht, wie man sich gegen Infektion schützt. So blieb sie hilflos sich selbst überlassen, zerrissen von Sehnsucht nach und Angst vor Liebe. Das trieb zu real gefährlichen Situationen. Die Neugierde trieb sie dazu, völlig fremden Männern nahezukommen und verschiedene Praktiken auszuüben, nur um dann entsetzt zu fliehen und für Monate sich völlig abzusperren. Es ist begreiflich, daß es gerade diese Angst war, die sie in gefährliche Situationen brachte. Sie hatte den Drang herauszufinden, ob es wahr wäre, was ihr eingebleut worden war. Diese Angst war Ausdruck ihres lebendigen Drängens nach Befriedigung. Dies bestätigt, was die Sexualökonomie seit jeher behauptet: Die Zwangsmoral und Askese erzeugt das gerade Gegenteil des Beabsichtigten, sexuelle Kriminalität und Perversionen. Sie wußte nicht, wie ihr Genitale gebaut war. Der Gedanke, daß sie es eigentlich wissen müßte (gab ihr doch ihr Genitale soviel zu schaffen), ließ daher nie locker. Er meldete sich bei harmlosen Gesprächen mit männlichen und weiblichen Bekannten. Und sie mußte wieder flüchten und sich zurückziehen. Nur einmal, mit 20 Jahren, verliebte sie sich ernst in einen Jungen und versuchte durchzubrechen. Doch sie sank hilflos zurück. Sie >>ging in Stücke<< (>>went to pieces<<). Das heißt, die sexuelle Erregung wurde so kräftig und der genitale Krampf verstärkte sich momentan derart, daß sie Selbstmord begehen wollte. Der Geschlechtsakt war ihr nicht anders als in Form einer brutalen Vergewaltigung vorstellbar. Schon in der Pubertät litt sie infolge der Riesenstauung an Arbeitsstörungen. Sexuelle Zwangsgedanken drängten sich immer vor, wenn ihr Arbeitsinteresse rege wurde. Offenbar provozierte die emotionelle Anregung durch Arbeit gleichzeitig die Sexualerregung, die so gefürchtet war. Die Sexualstauung ist die wichtigste Ursache der Arbeitsstörungen im Pubertätsalter. Mit den Jahren versagte daher ihre Arbeitsfähigkeit mehr und mehr; sie stumpfte ab, bis sie den Zustand kompletter emotioneller Öde der letzten zwei Jahre erreichte. Die charakterliche und emotionelle Öde ging nun seit etwa zwei Jahren in körperliche Schrumpfung über. Ich ging bei diesen ersten Versuchen an einer Schrumpfungsbiopathie von folgender Voraussetzung aus: Sexualstauung, die die >>Stauungsneurose<< erzeugt, liegt ebenso der Krebsschrumpfung wie der kardiovaskulären Biopathie zugrunde. Es muß aber einen wesentlichen Unterschied zwischen Krebs und kardiovaskulären Biopathie geben. Die Krebsindividuen zeigen überwiegend emotionelle Milde und charakterliche Resignation. Die Menschen dagegen, die an Hypertonie des Gefäßsystems, also an chronischer vaskulärer Kontraktion leiden, sind im Gegensatz zum Krebsindividuum überwiegend leicht erregbare >>emotionell labile<<, sozusagen explosible Organismen. Das drückt sich in den akuten Angstanfällen deutlich aus. Dagegen habe ich bisher nie Krebskranke mit lärmenden Emotionen, Wutausbrüchen etc. gesehen. Wir sind daher berechtigt, trotz der gemeinsamen Grundlage der Sexualstauung auf spezifische Unterschiede zwischen den zwei Formen von Biopathie zu schließen. Es kommt wesentlich darauf an, wie der Organismus auf die gestaute Sexualerregung reagiert, nachdem sie einmal zustandekam. Wir sind bei der Erforschung neuer Zusammenhänge immer wieder gezwungen, Annahmen zu machen, die sich aus den Krankheitsbildern aufdrängen, ohne mit Sicherheit behaupten zu können, daß diese Annahmen richtig sind. Wir müssen es weiteren Erfahrungen überlassen, unsere Annahme zu bestätigen oder zu widerlegen. Man kann ja nie schmiegsam, aufmerksam und selbstkritisch genug in solchen Dingen sein. Kurz, der klinische Vergleich der Krebsbiopathie mit der Gefäßhypertonie zwang dazu, eine grundsätzlich verschiedene Verarbeitung der aufgestauten Sexualerregung im Biosystem anzunehmen: Bei der vaskulären Biopathie (Angstneurosen infolge Abstinenz) bleibt die Sexualerregung biologisch, physiologisch und emotionell dauernd lebendig. Mit anderen Worten, der biologische Kern des Organismus, der autonome Lebensapparat, produziert weiter Energie in vollem Ausmaße. Der Organismus reagiert dagegen im Kontraktionszustand mit Angst - oder Wutausbrüchen und mit körperlichen Symptomen, wie mit Basedow oder Diarrhoe, etc. Beim Krebs dagegen gibt der biologische Kern in der Energieproduktion nach. Mit dieser Verminderung der Energieproduktion werden Emotionen und Erregungen mit der Zeit schwächer und schwächer. Dadurch ist die Funktion des Energieumsatzes im Organismus weit intensiver gestört als bei Störungen mit auffälligeren Symptomen wie der Hysterie. Ein Angstausbruch ist, funktionell gesehen, noch immer eine Energieentladung wenn auch pathologischer Art. Chronische emotionelle Stille dagegen muß mit bioenergetischer Stille im Zell- und Plasmasystem einhergehen. Ich zögere noch, kann aber nicht umhin, hier von einer >>Erstickung des Zellenergiesystems<< zu sprechen. Man kann vorläufig nur ahnen, daß es bei den resignativen Charakteren so etwas wie ein allmähliches Stillstehen der Energiefunktionen des Lebensapparates gibt. Wilhelm Reich in "Die Entdeckung des Orgons - Der Krebs"

...Nun ist aber klar, daß aus einer einfachen Narbe, einer Warze, einer Verletzung oder chronischen Irritation etc. kein Krebs hervorgehen kann, wenn nicht im Kern des biologischen Systems grundsätzliche Störungen der Lebensfunktion bereits vorliegen, die sich dieser lokalen Schädigung schließlich bemächtigen. In welcher Weise geschieht das? Wilhelm Reich "Der Krebs"



here are some quotes from the chapter on 'the emotional plague' at the end of 'character analysis': "How do we recognize a plague reaction and how do we distinguish it in the same way that we distinguish a rational reaction from the reaction of a neurotic character: as soon as the roots or motives of the plague-afflicted reaction are touched, the result is invariably anxiety or anger."

"An essential and basic characteristic of the emotional plague reaction is that action and the motive of the action never coincide. The real motive is concealed and a sham motive is given as the reason for the action."

"The genital character's thinking orients itself on objective facts and processes. The genital character distinguishes the essential from the non-essential; he attempts to think out and eliminate irrational emotional disturbances; he is, in terms of his nature, functional, i.e., capable of adapting himself; he is not mechanistic and he is not mystical. His judgements are the result of a thought process. Rational thinking is open to objective arguments, for it has difficulty functioning without objective counter-arguments."

"His [the individual afflicted with the emotional plague] thinking is completely muddled by irrational concepts and governed almost exclusively by irrational emotions. In the neurotic character, thinking and acting do not coincide. This is not true of the plague-afflicted character. As in the gential character, his thinking is in complete agreement with his actions, but there is a significant difference, i.e. his conclusions are not the result of his thinking. They are always predetermined by his emotional affliction. In the person afflicted with the emotional plague, thinking does not, as in the rational individual, serve to help him arrive at a correct conclusion; on the contrary, it serves to confirm and rationalize a predetermined irrational conclusion."

"In the individual afflicted with the emotional plague, the motives of the action are always counterfeit. The ostensible motive never tallies with the real motive, whether the latter is conscious or unconscious. Nor does the ostensible goal tally with the real goal... It is a basic characteristic of the plague-afflicted individual that he seriously and honestly believes in the ostensible goal and motive..."

"But the plague-ridden individual, protected by his subjective conviction, does not suffer from insight into the harmfulness of his act..."

"The healthy individual experiences these currents as something joyful and pleasurable. The schizophrenic on the other hand, because of the contradictions which result from his character armor, percieves these currents as the secret workings of an evil fiend intent upon destroying his body with electrical currents. These insane projection mechanisms are well known. However, psychiatry makes the error of limiting such projection mechanisms to the mentally ill. It fails to see that precisely the same mechanism is rampant in social life in the form of the specific plague reactions of ostensibly normal people."


Pest ( emotionelle )

Die emotionelle Pest ist eine chronische Biopathie des Organismus. Sie brach mit der ersten massenmässigen Unterdrückung des genitalen Liebeslebens in die menschliche Gesellschaft ein;...Die Pest pflegt periodisch aus dem endemischen in den epidemischen Zustand überzugehen, genauso wie irgend eine andere Seuche, die Bubonenpest oder die Cholera. Die epidemischen Ausbrüche der emotionellen Seuche äußern sich in umfassenden Riesendurchbrüchen von Sadismus und Kriminalität kleinen und großen Stils. Die katholische Inquisition des Mittelalters stellte einen derartigen epidemischen Ausbruch dar, der internationale Faschismus des XX. Jahrhunderts einen anderen. ... Sie unterscheidet sich von körperlichen Defekten dadurch, daß sie eine Funktion des Charakters ist und als solche scharf verteidigt wird. Der Pestanfall wird nicht wie ein hysterischer Anfall als ich-fremd und krank empfunden. Ist schon das charakterneurotische Verhalten gewöhnlich glänzend rationalisiert, so gilt das in noch weit höherem Grade für die emotionelle Pestreaktion: Die Uneinsichtigkeit ist weit größer. ... Wir werden ... sehen, daß es gerade die wichtigsten Lebensgebiete sind, auf denen sich die Pest betätigt: Mystizismus in seiner destruktiven Form, passive und aktive Autoritätssucht; Moralismus; Biopathien des Nervensystems; parteiliches Politikantentum, familiäre Pest, ... sadistische Erziehungsmethoden, ... Tratsch und Diffamierung; autoritärer Bürokratismus; imperialistische Kriegsideologie; ... kriminelle Antisozialität; Pornographie; Geldwucher; Rassenhaß. ... Ein wesentlicher Grundzug der emotionellen Pestreaktion ist, daß Handlung und Begründung der Handlung einander niemals decken. ... Wo der gesunde rät und hilft, ... dort zwingt der Pestkranke seine Lebensart anderen mit Gewalt auf. ... Der Pestkranke kämpft gegen andere Lebensarten auch dort, wo sie ihn gar nicht berühren. Das Motiv seines Kampfes ist die Provokation, die andere Lebensweisen durch ihre bloße Existenz darstellen. ... das Denken dient nicht, ... zu einem korrekten Schluß zu gelangen, sondern im Gegenteil dazu, einen fertig vorhandenen irrationalen Denkschluß zu bestätigen und zu rationalisieren; ... Der emotionell Pestkranke entwickelt regelmäßig strukturell, im Gegensatz zum neurotischen Charakter, einen Neid, der sich mit tödlichem Haß gegen alles gesunde paart; eine charakterlich-neurotische alte Jungfrau lebt resigniert und stört andere Mädchen nicht in ihrem Liebesleben; eine pestkranke alte Jungfrau dagegen duldet nicht das Liebesglück anderer Mädchen; ... Die Sexualität des emotionell Pestkranken ist typischerweise sadistisch und pornographisch. ... Wilhelm Reich


Jede wissenschaftliche Feststellung hat eine weltanschauliche Voraussetzung und eine praktisch soziale Konsequenz. ( Wilhelm Reich )


The below quotes by Reich could apply to more than one of the present folks who proclaim to be pure Reich and who proclaim they are following up on Reich's discoveries in an authentic and scientific manner. A couple of them are in America and are addicted to writing critical reports about people who are critical of them or Orgonomy. They discourage free discusion by doing this and make a sham of Orgonomy. So sad for Orgonomy


"The pestilent character... uses underhanded slander and defamation in his fight against life and truth. He finds for his well-hidden actions a perfect setting, all ready to be misused and distorted. He does not have to build any new organization to achieve his ends. All he needs to do is to use the existing channels for his underhanded poisoning of public affairs. "...the pestilent character enters the public scene as the representative of irrationalism, slander, underhandedness, character assassination, gossip and all other actions which are summarily called Emotional Plague. We know already that the emotional plague has nothing constructive to offer, serves no purpose, and that it satisfies no basic human needs, except those of the emotionally sick. Unfortunately, due to the prevailing biopathic structure of man in general, the emotional plague reigns over the public scene and has succeeded, in its organized form, in bringing human society to the brink of the abyss. ...

"The first thing to note is the way the pestilent character interlopes himself and integrates his irrational activity with the rational set-up: It is what the pioneer, the public at large, and the social administrator have in common with the pestilent character. ...

"The pestilent character is usually a very active, mobile emotional structure; his mobility, however, is short-circuited, as it were, in such a manner that all splendid ideas and good intentions somehow evaporate before they can concentrate enough to produce lasting results. This is a serious work disturbance which gains importance through the fact that the pestilent character most likely will turn out to be an "abortive genius". ...

"If, now, such a character joins a peaceful, hard-working group of people, ... his inner frustrations will sooner or later drive him to do underhanded mischief. ...

"A little slander, well placed, excellently formulated, will, without great effort, kill many an important truth right away in its infancy or it will deprive it of social effectiveness if it had the strength to mature under such social pathology. The public will not act or render any help to the truth. It will remain "sitting" silently and watch helplessly or even gloatingly any crucifixion of innocent souls. ...

"How could such ridiculous nuisance get into this world, in the first place, and how could it, undisturbed, devastate human organizations of work and peace for ages?

"However tough such problems may be to solve, we cannot ever expect to even start solving them unless we free ourselves from the nuisance interference with serious human work exerted by the pestilent character. It is necessary to first achieve a certain amount of safety in doing the job of finding answers to questions of living life."

Wilhelm. Reich M.D.
"Truth Versus Modju", Orgone Energy Bulletin, 4:162-170, July 1952
"Emotional Plague" Selected Writings, Farrar, Straus & Giroux, 1973, p.467-513
"Character Analysis", Farrar, Straus & Giroux, 1961, p.504-539.
"The Murder of Christ", Farrar, Straus & Giroux, 1971.

"Freedom of speech and press are usually and unconsciously being misinterpreted in the sense that irrationalism should have the same freedom of expression as rationalism, and that the lie should have the same freedom of speech as the truth. This misconception of freedom has led the European world [of c.1940] into the disaster because the present human character structure is more afraid of the truth than of the lie, and more inclined to irrational than to rational reactions. If real peace and democracy should have a chance of growth, I believe, a thorough distinction between rational and irrational, truthful and deceitful human action and expression should be made, and that freedom of speech should not be granted to fascist lie and irrationalism, wherever and by whomever it is expressed."

Wilhelm Reich
"Red Thread of a Conspiracy" 1948; letter to R. Baldwin of the American Civil Liberties Union, 26 July 1948


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